Diemel-Radweg am Carlsbahntunnel barrierefrei machen

 „Die Treppe am Südportal des Carlsbahntunnels stellt für viele Menschen ein schwer zu überwindendes Hindernis dar und hält insbesondere Radtouristen davon ab, Touren auf unserem schönen Diemel-Radweg zu planen“, begründet der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete, Oliver Ulloth, seine aktuelle Anfrage an die Landesregierung, der sich für die sanfte Durchquerung des FFH Gebiets Holzape-Tal einsetzt. 

„Wir sollten unterstützen, dass sich immer mehr Menschen aller Altersstufen auf den Weg machen, Deutschland auf erlebnisreichen Radtouren zu erkunden und Urlaub ‚vor der eigenen Haustür‘ zu machen“, betont Ulloth. Insbesondere Radtouristen auf Elektrofahrrädern könnten aufgrund des relativ hohen Eigengewichts der Räder die ca. 300 Meter lange Umgehung des FFH-Gebiets Holzape-Tal wegen des steilen Abstiegs vom ehemaligen Bahndamm und des anschließenden Wiederaufstiegs nur schwer bewältigen. 

„Gründe für diesen ‚Hürdenlauf‘ sind ein inzwischen verwaister Uhu-Horst und ein kleines Feuchtbiotop, das ausgetrocknet ist“, erinnert der Abgeordnete. „Ich bin der Ansicht, dass eine sanfte Durchquerung des FFH-Gebiets auf dem ehemaligen Bahndamm mit den FFH-Regularien vereinbar ist und möglich gemacht werden sollte. Deshalb habe mich an die Landesregierung gewandt, um zu erfahren, welche Gründe gegen einen solchen Umbau sprechen.“

 

„FFH-Gebiete sind keine abgeschlossenen ‚Reservate‘, aus denen Menschen ausgesperrt werden müssen, sondern sie bieten durchaus die Möglichkeit, die Natur z.B. beim Wandern oder Radfahren zu erleben und zu genießen – selbstverständlich stets mit Rücksicht auf die hier lebenden Tiere und Pflanzen“, so Ulloth. Dies könne man in vielen Bereichen sehen, beispielsweise auch am Ilmenau-Radweg, der FFH-Gebiete durchquert. 

„Noch in diesem Jahr ist ein aufwändiger Ausbau des Diemel-Radwegs zwischen Trendelburg-Stammen und Bad Karlshafen für den Radtourismus geplant. Dabei hätten wir die Gelegenheit, die Bahntrasse am Südportal des Carlsbahntunnels deutlich barrierefreier zu gestalten, damit die Qualitätsbewertung des ADFC auf „fünf Sterne“ zu verbessern und für eine erhebliche Steigerung der touristischen Attraktivität zu sorgen“, ist Ulloth überzeugt.

 

18.06.2020