Überprüfung des Standorts „Logistikzentrum für das Endlager Konrad“

Zusätzlich zu den überregional aufgenommenen Aktivitäten der Bürgermeister aus Beverungen, Bad Karlshafen, Trendelburg, Boffzen usw. betonen der SPD-Stadtverband Trendelburg und die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung ihren Protest gegen die offenbar schon weit gediehenen Pläne des sogenannten „Logistikzentrums“ am ehemaligen AKW-Standort Würgassen. „Wir fordern, unter besonderer Berücksichtigung der finanziellen Investitionen der Region in die touristische Infrastruktur die Standortfrage des geplanten Logistikzentrums der BGZ in Würgassen zu überprüfen und nach alternativen Standorten zu suchen“, so die Fraktionsvorsitzende Diana Hartgen von der SPD-Fraktion. „Insbesondere ein gemeinsames, länderübergreifendes Handeln wie zuletzt bei den Plänen der K+S zur Oberweser-Pipeline erscheint zwingend erforderlich!“ Die im Dreiländereck lebenden Menschen sind in Sorge, dass gesundheitliche Gefahren von den als schwach- und mittelradioaktiv bezeichneten Abfällen ausgehen könnten. Weiterhin bestehen Befürchtungen, dass das geplante „Logistikzentrum“ zur dauerhaften Lagerstätte für Atommüll werden könnte. “Wir kritisieren, dass das Verfahren zur Standortauswahl und die gewählten Kriterien nicht transparent und bürgernah vorher diskutiert wurden. Die Beantwortung einzelner Fragen auf der Internetseite ist nicht ausreichend“, erklärte Jens Gobrecht als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Trendelburg. Da auf viele Fragen wie etwa dem Abstand zur Wohnbebauung, der Straßen- und Schienenverbindungen für täglich 10 Atommüllzüge usw. noch keine zufriedenstellenden Antworten der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH vorliegen, wird die Errichtung des Logistikzentrums am Standort Würgassen in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze entschieden abgelehnt. Die für die Region gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten werden aufgefordert, gemeinsam mit den Abgeordneten der anderen beiden betroffenen Bundesländer sich dafür einzusetzen, Möglichkeiten auszuloten, wie das Projekt verhindert werden kann.